Revier: Kanarische Inseln
17.01.2026 – 31.01.2026
Yacht: Bavaria C45 „Akilina“
Skipper: Marko, Co-Skipper: Alex
Crew: Christiane, Anja, Raphael, Patrick
Samstag, 17.01.2026, Marina Santa Cruz de Tenerife
Dieses Jahr haben wir 14 Tage Zeit für die Tour durch die Kanarische Inselwelt. Die Distanzen zwischen den Inseln sind nicht selten um die 50 Seemeilen, so dass man bei Inselwechsel spät im Hafen ankommt und oft keine Zeit für die Erkundung der Insel bleibt. Deshalb haben wir uns dieses Jahr mehr Zeit genommen und Hafentage mit Leihwagen eingeplant. Der Starthafen in Santa Cruz ist über den Südflughafen mit anschließender Busfahrt gut zu erreichen. Wie immer, sind wir schon am Freitag angereist. Alex ist mit dem Wohnmobil schon seit Wochen auf der Insel uns wird somit unser ortskundiger Reiseleiter auf Teneriffa.
Nach der Yachtübernahme gehen wir einkaufen und erledigen die Sicherheitseinweisung. Unsere Yacht bietet viel Platz und am Abend gehen wir gemütlich essen. Am Abend gehen wie in der schönen Altstadt von Santa Cruz essen.


Sonntag, 18.01.2026, Hafentag in Santa Cruz, Teneriffa
Am Sonntag ist das Wetter sehr durchwachsen. Es ist regnerisch, mit Windstärken um 7 Bft und Wellen bis 3 m. Wir bleiben im Hafen und nehmen uns vor, Santa Cruz anzuschauen. Es gibt viel zu sehen. Das Operngebäude erinnert an Sydney. Im Historischen Museum kann man mumifizierte kanarische Ureinwohner, die Guanchen, sehen. (das linke Bild, nicht das mittlere 🙂 )



Am Nachmittag haben wir den sehr sehenswerten Botanischen Garten besucht. Die Kanaren liegen auf Höhe der Sahara, so dass hier auch im Januar viel blüht. Hier ist auch die größte Palmensammlung Europas zu Hause.






Montag, 19.01.2026, Marina del Sur, Las Galettas
Montag geht es los Richtung Teneriffa Süd. Ziel ist die Marina del Sur. 38 Seemeilen bei Windstärke 7 und 3m Welle. Wind und Wellen kommen von achtern, so dass man es aushalten kann. Wir fahren nur mit Vorsegel, erreichen aber trotzdem Geschwindigkeiten um 7 kn. In der Marina haben wir uns über Navily angemeldet. Wir erreichen den Hafen gegen 17:00 und nach dem Abendessen wird Ronmiel gereicht. Der Hafenort ist wenig touristisch. Hier wohnen echte spanische Menschen und es gibt reichlich Einkaufsmöglichkeiten. Angeblich lebt im Hafen auch eine Rochenfamilie. Wir waren hier schon etliche Male, haben die Rochen aber leider noch nicht gesehen.




Dienstag, 20.01.2026, über Los Gigantes nach San Sebastian auf La Gomera
Am Dienstag geht es weiter Richtung La Gomera mit einem Abstecher zu den Felsen von Los Gigantes. Dort gehen wir vor Anker für einen Badestop.




Nach dem Badestop segeln wir bei ansteigendem Wind Richtung La Gomera. Kurz vor dem Ziel erreichen wir mit Anja am Ruder über 9 Knoten. Gegen 17:00 sind wir im Hafen. Dort landen wir leider in einer Warteschleife. Als wir dann endlich dran sind, wird es schon langsam dunkel.
Mittwoch, 21.01.2026, Hafentag auf La Gomera.
Den zweiten Hafentag legen wir auf La Gomera ein. Mit einem Mietwagen fahren wir in den Regenwald von La Gomera und machen dort eine Wanderung. Die Anfahrt durch die engen und steilen Serpentinenstrassen macht nicht jedem Spaß… La Gomera ist ein Wanderparadis. Man müsste eigentlich noch viel mehr Zeit mitbringen. Alex macht es richtig. Er wir nach dem Törn mit seinem Camper auf die Insel fahren und sich ausgiebig umschauen. (die Wanderkarte unten kann man anklicken)



Donnertag, 22.01.2026, Puerto de la Estaca, El Hierro
Von San Sebastian auf La Gomera nach Puerto de la Estaca auf El Hierro sind es 47 nm. Bei recht guten Windverhältnissen schaffen wir die Strecke zügig. Die 3. Insel unserer Tour, El Hierro, wartet darauf, von uns entdeckt zu werden.

Freitag, 23.01.2026 und Samstag, 24.01.2026, Hafentage auf El Hierro
Freitag ist wieder ein Hafentag mit Leihwagentour. Auch am Samstag bleiben wir wegen 4m hohen Wellen im Hafen. Genauer gesagt handelte es sich um Dünung, die mehrere Tausend Kilomter nördlicher durch winterliche Stürme ausgelöst wurde und dann nach 1 – 2 Wochen bis zu den Kanaren wanderte. Einen Zusammenhang zum lokalen Wetter erkennt man oft nicht, deshalb ist es im Winter auf den Kanaren wichtig, die aktuelle Dünung in den Wettermodellen zu beobachten. Im Sommer ist die Dünungsneigung auf den Kanaren deutlich geringer.









Typisch für die Kanaren sind riesige Lavafelder. Die Natur versucht sich aber überall einzunisten und die Menschen helfen dabei gerne mit.




Die teuersten Erdbeeren der Welt haben wir auf El Hierro auch gefunden. Lassen sich wunderbar mit Nutella kombinieren.



Ein ganz besonderes Highlight war auch ein Essen im Panormarestaurant „Mirador de la Pena„. Ist zwar ewas teurer, lohnt sich aber wirklich.

Sonntag, 25.01.2026, Valle Gran Rey, Puerto de Vueltas, La Gomera
La Gomera liegt etwa in der Mitte uns Tour. Deshalb laufen wir die Insel insgesamt 3 mal an. Dieses mal laufen wir den Hafen von Valle Gran Rey an. Hier ist der zentrale Treffpunkt für die vielen Hippies, die auf der Insel leben. Der Hafen ist kein klassischer Yachthafen und wir legen längsseits an einer Betonpier an. Da es etwas Schwell gibt und auch eine Tiede von ca. 1,5m wird es in der Nacht etwas unruhig.

Auf dem Törn haben wir auch mehrfach Delphine getroffen. Ist immer wieder schön anzuschauen, wie die Tiere uns zu beobachten scheinen.
Montag, 26.01.2026, Puerto de Tazacorte, La Palma
Um zu dem 50 nm entfernten Puerto de Tazacorte zu kommen, stehen wir am Montag schon um 4 Uhr auf. Es ist das erste mal, dass wir La Palma ansteuern. Da man sich nördlich von La Gomera bewegt, ist die Gefahr von Atlantikdünung hier sehr hoch. Wir haben genau 2 Tage, an den die Dünung deutlich unter 3 m liegt und nutzen dieses Zeitfenster für die Überfahrt. Ein Hafentag auf La Palma ist aber leider nicht drin.

Die lange Überfahrt hat sich wirklich gelohnt. La Palma ist eine sehr schöne, grüne Insel und die Altstadt von Tazacorte war eines der Highlights der Reise. Der Hafen war etwas eng für unsere C45, aber die Marineros haben uns sehr geholfen.






Dienstag, 27.01.2026, Playa de Santiago, La Gomera
Von Tazacorte nach La Gomera sind es 57 nm. Wir haben Rückenwind und testen das Schmettlingsegeln. Unser Ziel ist heute ein Ankerbucht im Süden von La Gomera. Der 3. Halt auf der Insel liegt in der Playa de Santiago. Das Ankermanöver klappt ohne Probleme und am Abend wird an Bord gekocht. Am nächsten Tag wollen wir mitten in der Nach losfahren, um die stolzen 77 nm bis Gran Canaria zu schaffen.


Mittwoch, 28.01.2026 und Donnertag, 29.01.2026, Puerto de Mogan, Gran Canaria
Um 4 Uhr starten wir Richtung Gran Canaria. Wir haben einen Wachdienst eingeteilt, so dass der Großteil der Crew weiterschlafen kann. Leider ist auf unser längsten Etappe so gut wie kein Wind und wir müssen den größten Teil des Schlages unter Motor zurück legen.

Der Hafen Puerto de Mogan ist sehr schön gestaltet. Es gibt jede Menge Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Hierher kommen an den Abenden viele Touristen zum Essen und Bummeln. Am Donnertag legen wir den letzten Hafentag der Reise ein. Wieder haben wir einen Leihwagen gemietet, um die Insel zu erkunden. Es wird eine sehr schöne Rundfahrt über die Dünen von Laspalomas, Agüimes, und durch die Berge. Besonderes Highlight war Barranco de Guayadeque, eine Schlucht mit in des Fels gehauhenen Restaurants, Wohnungen und sogar einer Kirche. Vom Cruz de Tejeda aus gab es eine sensationelle Fernsicht nach Teneriffa.













Freitag, 30.01.2026, Marina Santa Cruz de Tenerife
Freitag haben wir noch einmal bestes Segelwetter. Wir müssen bis 16 Uhr im Hafen von Santa Cruz zurück sein, was wir auf die Minute auch schaffen. Insgesamt sind wir 420 nm gefahren. Das Konzept mit den 14 Tagen mit eingebauten Hafentagen hat sich aus meiner Sicht gelohnt. Wir sind viel gesegelt, haben aber auch die Inseln deutlich besser erkunden können, als das in einem 7-Tage Törn möglich wäre. Werden wir sicher nächstes Jahr wieder so machen. Dann sollen die östlichen Inseln das Ziel sein (Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura und La Graciosa)


